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Damals, als es Vater noch gab
Wie fühlt sich`s an, geliebt zu sein, geliebt zu werden? Wie fühlt sich Liebe an?
Ist es die himmlische Leichtigkeit, die Sicherheit, Zufriedenheit? Das unaussprechliche Gefühl von Geborgensein? Das unbeschreibbare Gefühl von damals, als ich noch zu Hause war, als Kind bei Vater und bei Mutter, damals, als es Vater noch gab?
Das Haus war ganz und gar erfüllt Von lebend`ger Wärme Und strahlte weithin ab. Ich kannte keine Angst. Denn wie könnten eine Burg oder ihre Bewohner Eines Tages nicht mehr da sein?
Sie müssen mich geliebt haben, Vater und Mutter, mich, ihr Kind. Woher sonst kennte ich dieses Gefühl, das es bis jetzt nur damals gab, dieses Gefühl von Sicherheit und Wärme und von Geborgensein? Woher sonst habe ich das sichere Wissen, geliebt zu sein?
Ja, ich weiß es jetzt: beide habt ihr mich geliebt, du, Vater und auch Mutter, du. Auf eure Weise, auch ohne Zärtlichkeit. Und dass ich heute dies Gefühl als Liebe wiedererkennen kann, dafür, Vater und Mutter, danke ich euch.
Gisela Cordes
Auszug aus dem Buch „Aus dem Herzen für die Seele“, Neuerscheinung 2010 im Verlag OMNIARA, ISBN 978-3-9813445-0-9
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