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Ab 13. März 2009 neu auf dem Markt

Jetzt im Handel : Das neue Buch von Gisela Cordes!

"Aus dem Herzen für die Seele - eine weise leise Reise"

Gisela Cordes (Jahrgang 1944) beschreibt in ihren Gedichten und Geschichten viele Lebenssituationen, in denen sich jede Frau wiederfinden kann, die ihr aus der Seele sprechen und schmunzeln lässt.
 
“Aus dem Herzen für die Seele” zeigt Ausschnitte eines starken und gelebten Frauenlebens: oft leidvoll und mit großen Enttäuschungen, dennoch überraschend glücklich, voller Hoffnung und nie aufgebend.

Anspruchsvolle, kluge und emotionale Texte beschreiben “das ganz normale Leben”, humorvoll, manchmal sarkastisch, aber immer liebevoll und sehr anrührend.

Auf der Leiziger Buchmesse am 13.03.2009 erscheint Frau Cordes zweites Buch “Aus dem Herzen für die Seele”.

ISBN: 978-3-938488-05-8, EUR 9,90       
Paperback, 88 Seiten


 

Buch Querbeet - Lebenszyklen

Gisela Cordes (Jahrgang 1944) schrieb bereits in der Grundschulzeit ihre ersten Anekdoten. Sie ist Mutter von drei Kindern und seit zehn Jahren als Heilpraktikerin in eigener Praxis in München tätig. Ihre persönliche Lebenserfahrung und der spirituelle Weg mit Yogananda und bei A.M.O.R.C. brachten sie zu der Überzeugung, „Suchende“ an ihren Erfahrungen und Erkenntnissen teilnehmen zu lassen.


 

Lautloses Rufen

Hörst du es nicht, das lautlose Rufen?
Das Rufen nach dem Vater, dem Bruder, dem Sohn?

Du bist einfach gegangen, hast Niemand gefragt,
hast alle verlassen, hast nichts mehr gesagt.
Zurück blieb eine tiefe Wunde.

Es gibt keine Tränen für diese Schmerzen.
Es gibt nur ein lautloses Rufen.
Horche nach innen, du von allen Vermißter,
dann wirst du es hören können.

Sie rufen dich, Vater!
Sie rufen dich, Bruder!
Sie rufen dich, Sohn!

Gisela Cordes.

Auszug aus dem Buch „Aus dem Herzen für die Seele“, Neuerscheinung 2010 im Verlag OMNIARA, ISBN 978-3-9813445-0-9



 

Damals, als es Vater noch gab

Wie fühlt sich`s an, geliebt zu sein,
geliebt zu werden?
Wie fühlt sich Liebe an?

Ist es die himmlische Leichtigkeit,
die Sicherheit, Zufriedenheit?
Das unaussprechliche Gefühl von Geborgensein?
Das unbeschreibbare Gefühl von damals,
als ich noch zu Hause war,
als Kind bei Vater und bei Mutter,
damals, als es Vater noch gab?

Das Haus war ganz und gar erfüllt
Von lebend`ger Wärme
Und strahlte weithin ab.
Ich kannte keine Angst.
Denn wie könnten eine Burg oder ihre Bewohner
Eines Tages nicht mehr da sein?

Sie müssen mich geliebt haben,
Vater und Mutter,
mich, ihr Kind.
Woher sonst kennte ich dieses Gefühl,
das es bis jetzt nur damals gab,
dieses Gefühl von Sicherheit und Wärme
und von Geborgensein?
Woher sonst habe ich das sichere Wissen,
geliebt zu sein?

Ja, ich weiß es jetzt:
beide habt ihr mich geliebt,
du, Vater und auch Mutter, du.
Auf eure Weise, auch ohne Zärtlichkeit.
Und dass ich heute dies Gefühl
als Liebe wiedererkennen kann,
dafür, Vater und Mutter,
danke ich euch.

Gisela Cordes

Auszug aus dem Buch „Aus dem Herzen für die Seele“, Neuerscheinung 2010 im Verlag OMNIARA, ISBN 978-3-9813445-0-9



 

Wo die Liebe hinfällt

Es ging schon seit langem drunter und drüber auf dem Hof des Bauern Franz Xaver Wohlfeil. Sein Hof befand sich überall und nirgendwo. Ich glaube, ich war schon mal dort, es ist der Hof, der sich durch einen besonders großen Misthaufen auszeichnet. Ja, F. X. Wohlfeils Lebensunterhalt waren nämlich Kühe, deshalb dieser überdimensionale Misthaufen. Er roch auch weithin (der Misthaufen natürlich, nicht der Bauer). Schlimmer wäre es gewesen, wenn er Schweine gemästet hätte. Aber glücklicherweise waren es Kühe. Ja, wirklich, glücklicherweise. Warum ich das so betone? Na ja, F. X. hatte sich verliebt. Und wenn er Schweine gehalten hätte, dann hätte auch er weithin gestunken. Aber so roch er nur wie sein Misthaufen. Und das war äußerst günstig, denn er hatte sich ausgerechnet in ein junges, hübsches? weibliches Wesen aus der nahen Stadt verliebt.

Franz Xaver Wohlfeil war mitten im Ausmisten seines überdimensionalen Kuhstalles, als es ihn erwischte. Erst gestern war er in der nahen Stadt gewesen. Dort bot er immer seine Reine Landbutter, handgerührt, nicht geschüttelt wohlfeil auf dem Bauernmarkt an. Und plötzlich stand sie vor ihm! Sie sah ihn an mit ihren großen braunen Augen, die rund wie Teller und tief wie Moorseen waren, und Franz Xaver fiel und fiel und fiel und wäre beinahe in den Moorseen ertrunken. Erst, als dieses unglaubliche Wesen ihn sanft? an der Schulter rempelte, kam er wieder zu sich, schüttelte sich, packte seine restliche Reine und wohlfeile Landbutter ein und machte sich, noch immer gedankenverloren, auf den Heimweg.

Nun befand er sich  schon eine ganze Weile auf dem Gipfel seines überdimensionalen Misthaufens. Auf seine Mistgabel gestützt starrte er in die Ferne. Vor ihm tauchten die dunklen Moorseen auf, und aus heiterem Himmel überfiel ihn ein unglaublicher Schmerz, der ihn tief ins Herz traf. Zutiefst. Franz Xaver war nicht mehr Herr seiner Gefühle, Tränen rannen über sein Gesicht, der Schmerz überwältigte ihn. Die Gabel drang unaufhaltsam tiefer in den Untergrund, und beinahe hätte Franz Xaver das Gleichgewicht verloren und wäre wieder gefallen. Aber diesmal nahm er sich zusammen und blieb aufrecht.

Vieles ging ihm plötzlich durch den Kopf. Er dachte an die Lust der abendlichen und morgendlichen Berührungen. Diese pralle, weiche Haut, diese wunderschönen kugelrunden braunen Augen: ein Traum! Er musste sie einfach wiedersehen! Ach was, er musste sie haben! Noch heute!

F. X. dachte an seinen bevorstehenden Urlaub in Griechenland, an die griechische Musik, die ihn immer so in Stimmung brachte, an das Lachen, das Singen und Tanzen und natürlich an die Liebe. Dann ging er hinein zu seiner Frau, erklärte ihr, dass es in diesem Jahr aus dem Griechenlandurlaub nichts werden würde, denn er hätte die Kuh seines Lebens gefunden, die er unbedingt noch heute kaufen müsse. 

Gisela Cordes
27.01.2008




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1. Link: http://www.effecteve.com/html/querbeet.html
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